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VERSUCH ÜBER DEN
GESCHMACKSINN
GENEALOGIE DES GESCHMACKS UND
AUSWIRKUNGEN
Vom Unbegrenzten ins Begrenzte.
Menschliches Gemüt schwärmt aus und
fasst zusammen. Wir erleben die Welt zuerst immer als ein unbegrenztes
Etwas und von unserer ersten Minute an da wir unser Leben bewusst
wahrnehmen, lernen wir durch die Definitionskraft in unserem Wesen, zu
limitieren und zu begrenzen. Das ist bei allen Sinnen so auf die wir
unsere Dasein schließlich berufen können. Zuerst lernen wir den Begriff
als Unbegrenztes kennen und dann schränken wir ihn ein auf das was er im
speziellen für uns bereit hat. Essen ist Selbsterhaltung. Hier ist es
unendlich. Die Selbsterhaltung muss zwangsläufig auch auf unser
seelisches Leben zielen, somit die Dimensionen unseres Daseins
überschreiten (Aristoteles) .
So ist die Muttermilch wenn sie zuerst
unsere Lippen netzt auch unser Ambrosia und unsere ganze Sinneskraft
umschließ ein einziges Idealbild in Süße und Säure von unbegrenzter
Vollkommenheit . Sogar unsere ersten Ausdünstungen schmecken nach diesem
Abbild ewiger Kraft , das Lutschen am Daumen und allen anderen
Gegenständen die sich unserem kindlichen Munde bieten müssen diese erste
Qualität des Geschmacks bieten. Mit dieser Erkenntnis begrenzt sich das
Empfinden auf diesen Eindruck und fordert Wiederholung.
Die nächsten Stufen der geschmacklichen
Begrenzungen bieten uns, so streng das klingen mag , unsere
Ausscheidungen und eine unbewusste Verwunderung darüber was uns die
Sensibilität der Nase bietet. Hier wird der kleine Mensch zum Forscher.
Die Bewunderungskraft eine von den meisten Menschen völlig
vernachlässigte zu den "metaphysischen Kräften" gerechnete Kraft. Sie
erschließt uns schon lange die Umgebung noch bevor wir uns auf Beinchen
erheben können. Auch hier findet sich jene unbegrenzte Vorstellung , von
allem unheimlich Guten und unheimlich Unbeschreiblichen , was immer es
ist. Seien es die beständig angebrannten Krautgerichte oder die
andauernd schlecht gewordenen Fleischstücke einer schlampigen Hausfrau
und Mutter die hier in diesem jungen Alter entscheidend geworden sind.
Das Essverhalten eines Erwachsenen mag davon gesteuert sein. Er kann es
selber nicht mehr enträtseln warum er sich nicht über einen gut
zubereiteten Krauteintopf freuen kann und Abscheu vor gewissen
Fleischgerichten verspürt. Eine andere sinnliche Wahrnehmung aus den
Kindheitstagen sind die vielen Magenverstimmungen und Darmkoliken ,
hervorgerufen durch schlechte Kost und unmäßigem Genuss auch von völlig
gesunden und frischen Speisen. Ein dummes Rezept das nicht auf
gesundheitliche Aspekte achtet und nur auf Effekt ausgerichtet ist, ein
Fest zur falschen Zeit. Ein Kindergeburtstag mit zuviel des Guten kann
auch schon der erste Angriff auf Galle und Milz gewesen sein das sich im
Gedächtnis eines Menschen bis ins hohe Alter einnistet. Es gibt viele
Menschen welche vor Weihnachten schon eine Magenverstimmung haben und es
nicht wissen daß es feste Erinnerungen an die Kindheit sind die der
Körper einfach nachspielt. Irgendwie auch um sich zu schätzen .
Eßtraditionen gehören zu den orthodoxen Ritualen. Sein Wahrnehmungstrieb
hat es registriert und die verletzende Eigenschaft eines Essens verfolgt
ihn sein Leben lang.
Sobald daher sich der Mensch auf einen
Vorbegriff beruft ist sein Gefühl der Endlosigkeit abgeschnitten. Die
besten Beispiele dafür geben uns Erlebnisse mit dem Geschmacksinn. Jedes
Erlebnis wird zur Einzelsache, daher ist auch die Hingabe an den
Geschmacksinn die interessanteste überhaupt, denn sie kennt buchstäblich
kein Alter. Während das Sehen und Hören nachlässt kann immer noch guter
Wein und gutes Essen genossen werden. Es ist daher eine das Leben
erhebende Aufgabe sich dem Geschmack zu widmen und immer neue
"Begrenzungen" einzufügen.
Das Gedächtnis unterstützt alles was das
Geistige sinnlich wahrnehmbar macht. Diese Regel führt uns auch zum
künstlich erzeugten Memorieren. Starke Effekte wie Furcht, Scham Freude,
Bewunderung schreiben sich im Gedächtnis für immer fest und formen den
Charakter.
Ein wichtiger Affekt ist hier wiederum
das , was man mit reinem, vorher und nachher nicht belasteten Geiste
aufgenommen hat und dadurch tiefer und besser seelisch haftet. Ein
Beispiel dafür ist das Essen einer geliebten Hausfrau, das Essen der
Großmutter, der Mutter, einer Bauersfrau am Lande, auf einer Almhütte,
in glücklichen Tagen in einem Urlaub. Es gibt sechs nachgewiesenen
Unterarten für die Begrenzung von Sinneswahrnehmungen im Bezug auf das
Wohlsein und Folgewirkungen auf das gastronomische Verhalten .
- Abschiebung des Unbegrenzten
- Zurückführung des Begriffes auf
das Sinnliche
- Eindruck im starken Affekt
- Eindruck auf einen noch
unbelasteten Geist
- Die Menge der Nebenumstände
- Starke Erwartung
Zuerst untersucht man die Eigenschaften
des angeborenen Geschmacks. Hier liegt in jedem Menschen das gleiche
Potenzial. Immer ist der Selbsterhaltungstrieb so angelegt, daß alles
was Gut ist auch beliebt ist oder wird. Der Weg des Lernens ist von
kulturell verschiedenartigen Auslegungen begleitet, im Kern aber trifft
auf jeden Menschen die gleiche Aussage zu. Was beliebt ist auch erlaubt.
So kann man immer wieder vor dem Punkt
stehen wo man unbegrenztes abschneidet und eine Erkenntnis über einen
neuen Geruch oder Geschmack hat. Wie beim Wein so praktisch erklärbar.
Jedes Obst wächst jährlich neu und besonders gut sieht man das bei der
artgerechten Tierzucht. Hier entsteht der Geschmack durch die Pflege der
Tiere schon. Was uns die Industrie heute auszureden versucht. Der
Eindruck im starken Effekt ist das Erlebnis mit Sinnlichkeit im
Zusammenspiel eines Ereignisses. Das Hochzeitsmahl, das Totenmahl eine
Weihnachtsgans, ein Ochsenbraten auf dem Oktoberfest.
Wem der Geruchsinn fehlt der kann
natürlich kein edles Parfüm vom Geruch übelster Fäkalien unterscheiden.
Einen Wein kann er zwar als süß oder sauer feststellen , aber er wird
nie von seiner Blumigkeit schwärmen können. Wer nicht riecht, sondern
diesen Sinn von Natur aus entbehrt, der wird eine Speise mit ranziger
Butter und Knoblauch und Rosenöl vermengt nie so wahrnehmen wie sie ist
. Auch schmecken solche Leute nichts, denen vorübergehend die Nase durch
einen Schnupfen verstopft ist. Verschnupfte haben aber im Augenblick wo
sie sich die Nase reinigen sofort wieder das Gefühl dafür, was sie
gerade an ihrer Zunge oder Gaumen genossen haben.
Es ist eine Überlegung wert sich vor
Augen zu führen wie wichtig der Geruchs- und Geschmacksinn für die
Menschen ist. Es kommt weitaus öfter vor das Menschen mit fehlendem
Gehör oder Gesichtssinn geboren werden als etwas mit fehlendem Tast und
Geschmackssinn. Ohne Tastgefühl und Geschmackssinn wäre in früheren
Zeiten ein Überleben fast völlig unmöglich gewesen. Daher überlebten
einfach aus diesem Grunde nur sehr wenige Menschen zu einem Alter in dem
sie die so beschädigten Erbinformationen weitergeben konnten. Während
Blinde bis in ein hohes Alter überlebten Kinder hatten und durchaus eine
nettes Leben hatten, konnten sich geschmacksinnslose Menschen schon im
Kindesalter an Beeren und schlechtem Fleisch vergiften. Denn vor allem
ist uns der Geschmacksinn und insbesondere jener Teil davon der als
Geruchssinn betrachtet wird, zur Erkenntnis von Gut und Schlecht für den
Selbsterhalt gegeben. Giftige Früchte erregen große Abscheu im Mund oder
wirken sofort nach dem Zerkauen an der Zunge zusammenziehend und sogar
ätzend. Schnell spuckt so ein Kind eine giftige Pflanze wieder aus und
mit der Information welche dieser Geruch , Geschmack den inneren Sinnen
liefert, entsteht ein Gefühl der zum Ausspucken anregt. so waren
Tollkirsche und Maiglöckchen nie große gefährliche Gifte die man
zufällig genießen konnte. Sie verhinderten es durch ihre Fähigkeiten
üble Gefühle nach der Verkostung hervorzurufen praktisch selbst.
Pilze die giftig sind probierte man
früher immer mit der Zunge. Erregten sie viel Flüssigkeitsbildung im
Mund und hatten sie üblen Geruch , dann wusste man auch ohne
Lexikon , sofort auszuspucken und sich den Mund rein zu waschen. Ein
altes Hausmittel bei Mundvergiftungen ist großen Speichelfluss zu
erregen um Gifte aus dem Gaumen und der Zungenumgebung zum Ausfluss zu
bringen. Mithilfe dabei kann ein gutes Olivenöl oder Sonnenblumenöl
geben.
So ist der Geschmacksinn in grober Form
eine Zusammensetzung aus dem Tastsinn und dem Geruchssinn und diesen
Punkt muss man auch in gastronomischer Weise genauer betrachten. Gerade
hier werden Genießer manipuliert.
Wir können uns schnell vorstellen dass
ohne Geschmacksinn unser Leben sehr eintönig erscheinen würde. Der
Geschmacksinn ist eine Art inneres Riechen das sich über die Nasenhöhle
zur Mundhöhle hinzieht. Während man ohne Geruchsinn kaum die Möglichkeit
hat sich vor den bösesten Vergiftungen zu schützen, kann man, wenn
dieser Sinn fehlt doch noch sauer und salzig und roh von gekocht gut
unterscheiden. Salzig , süß, bitter, roh und gekocht alleine zu
entscheiden genügt jedoch keineswegs.
Darauf zielt die gegenwärtige Esskultur
des vollautomatisierten Massenabfertigungs Schnellrestaurant und das
bekannte Sternerestaurant in gleicher Weise ab.
Man ist bestrebt über eine medial ohne
Geschmacksknospen vorstellbare Speise zu generieren, zu der Tastsinn in
einer Hand oder die Verwendung gediegenen Tafelsilbers genügt, um sie
zum Ess - Erlebnis werden zu lassen. Das Markenessen soll mittels eines
metaphorisch generierten Bildes die Funktionsweise des Geruch und
Geschmackssinns übernehmen.
Es zieht es auch die Spitzengastronomie
genau in diese Richtung, nur dass man dort noch mehr betrogen werden
kann als bei den bekannten Fastfoodkreationen welche vordergründig ja
völlig ohne Menschen auskommen - nur der Kunde zählt - der für die
Speise dasteht - Die Erzeuger sind namenlose völlig unbekannte Personen,
sehr reich und daher völlig desinteressiert an persönlicher Profilierung
mitunter.
Dort im Hauben- oder Sternerestaurant
finden wir einen nach Anerkennung heischenden selbstgefälligen
Eigenbrötler im Dienste der selben Sekte. Hier gehört der Ruhm einer
einzigen Person, dem Kochgötzen der die Allmacht über die Güte der von
ihm gestalteten Speise als Alleinherrscher bestimmt.
Man will damit glauben machen dass, wenn
diese Speise eine bestimmte bekannte Person hergestellt hat sie dann
auch gut, nahrhaft und gesund ist. Hier liegt eine Gefahr von nicht von
vorne herein gesehenen Ausmaßes. Was passiert wenn diese Person, wenn es
sich um ein Unternehmen handelt aus finanziellen Nölten zu völlig
ungesunden Produkten greift? Was geschieht wenn diese Person sich an der
Dummheit ihrer Anhänger bereichert? Wenn diese Person nur ein
vorgeschobener Posten einer Handelssekte ist die mit sogenannten
Erlesenen Produkten ihr Unwesen treibt? Wer denkt an die menschlichen
Nöte und Laster dieser Personen ? Drogensucht, Alkoholismus, Gewinnsucht
usw...
Was ist wenn diese Person gar nicht weiß
was er tut?
Hier ist der Vorteil zum
Fastfoodrestaurant schon total weg. Wir haben bei allen internationalen
Fastfoodketten beispielsweise sofort die Möglichkeit uns von der Güte
des Hamburgers oder Hotdogs zu überzeugen. Man nimmt ihn einfach mit und
untersucht ihn in einem Labor. Wir werden nichts finden das uns
überzeugt dass Hamburger oder Hotdog so elendig sind wie sie ab und zu
hingestellt werden.
Was aber wenn wir die Gänseleber oder
den Kaviar in einem Sterne- oder Haubenrestaurant genauer unter die Lupe
nehmen. Oder die Stubenkücken oder den Hummer neben hunderten anderen
Delikatessen. Wir können die Anfahrtswege in tausend Kilometer schnell
als umweltschädigend hinstellen, das glaubt aber niemand . Wir können
der Expertise eines nach Geltung gierenden Kochs untersuchen und sie als
marktwirtschaftlich relevant zumutbar und angemessen halten. Aber
besieht man sich die Produktquellen diverser Restaurants genauer landet
man im Großmarkt und im LKW Ladeflächenhandel . Hier ändert sich das
Bild vom Heiland hinterm Herd schnell. Ein Laie kann erkennen nach
welchen Gesichtspunkten Lebensmitteleinkäufer bei einem Handelskonzern
eingestellt werden. Hier wird selbstverständlich auch Ramsch verkauft.
In einem bekannten Haubenrestaurant ist
ja Kritik nicht angesagt. Jeder Versuch gegen den Koch als Gast wegen
dürftiger Qualität zu opponieren endet mit einem kalten Lächeln. "Du
lächerlicher Arsch was glaubst Du eigentlich, hast du nicht gelesen...
Gault Millau, Falstaff, Feinschmecker usw.. ")
Schneller finden wir Substanzen die nie
in einem Hamburger vorkommen könnten. Giftstoffe sind teurer als man
denkt. Ich verweise hier auf Literatur z.B. über die Gewinnmethoden von
Kaviar oder die Zuchtverhältnisse bei Gänsen die tausendfach beschrieben
sind und das nicht nur von Tierschutzorganisationen. Oder bedenkt man
eigentlich daß Hummer auf ihrer qualvollen Reise zum Luxusrestaurant
Unmengen von Stresshormonen in ihrem Fleisch ansammeln die dann die
gestressten Manager dort bei Kristallgläsern und Eliteflair
überfallen...
Selbst hergestellte Gift in diesen
Küchen durch Vermischen von Stoffen in Hochgeschwindigkeitszentrifungen
welche die Mix- und Püriergeräte ja darstellen, hier unbedenklich in
jeden chemischen Labor jedoch mit Vorsicht zu genießen. Hier wird die
enzymale Aufspaltung der Geschmacksstoffe gefeiert, dort könnten
karzinogene Stoffe mitgeliefert werden. Es gibt Kombinationen am Teller
mit Gemüse Früchten und Fleisch beispielsweise die untereinander einen
durchaus Schleimhautreizenden Charakter annehmen können und so
krankheitsfördernd wirken. Die Allergie aus dem Restaurant ist Realität
.
Hier wiederum ist das Labor eines
Lebensmittelkozerns weit besser, die in Tierversuchen zuerst feststellen
wieviel Darmgas das neue Gericht bei Schweinen und Ratten verursacht
bevor es dann beim Supermarktim Regal steht. Beim Haubenkoch feiert man
einen neue Zusammenstellweise eines alten Rezepts als spontane
Entdeckung und furzt sich den Ausflug zum besten Koch des Alpenraums im
Porsche bei der Heimfahrt tot.
Die Beherrschung des Geschmacks wird
natürlich streng von den Medien gesteuert die auf beiden Fronten
großartiges Leisten. Leben sie doch auch von deren Brot. Hier die großen
Reklameseiten die eine neue Produktlinie für den Supermarkt ankündigen ,
dort die Kolumne mit den Sternerestaurant wo ein Mann gefeiert wird, der
nicht einmal die Grundlagen seines eigenen Wirkens interpretieren kann.
Große Lebensmittelkonzerne laden
ihre Entwicklungsingenieure, ihre Zeitungsredakteure ja sicher nicht in
die eigene Werkskantine ein. Nach der Verkostung von Dingen die der
Kunde eingeschweißt in Aluminiumfolien zum Genuss daheim erwerben soll,
fährt man zu den Lokalen von Gault Millau und Michelin an luftigen
Plätzen um "Brainzustormen" wo man wirklich glaubt sich an den Tischen
des Parnassos zu befinden und aus Ceres Händen die weihevollen Speisen
zu empfangen um sich von den schrecklichen Versündigungen an ihrem Reich
zu entsühnen.. Man sponsert Wettbewerbe (Knorr, Maggi) um Köche für
einen längst schon tot liegenden Beruf zu begeistern und führt seine
Neuerungen immer im Flair der Sterne und Haubenküche vor. Sie glauben es
auch dass man ihnen dafür einmal dankbar sein wird. So finden sich
Gustoeinflössende Hauben auf Gulaschsuppen zum Verdünnen für die
Würsthütte am Kaufhausparkplatz und auf schundigem Essen in
Einwegpackungen des Supermarkts welche die elitäre Haubenküche
suggerieren. Dazu kann man sagen dass Spitzenköche ein sehr
simplifiziertes Geschmacksempfinden haben. Oft genügt eine Reise in den
Orient für die Auslösung eines feuilletonistischen Jubels wenn dann im
Lokal plötzlich mit einem Pulver aus einem orientalischen Souk die
Leberwurst gewürzt wird.
Der Kampf um die Geschmacksknospen
reicht auf Grund der von mir voran aufgestellten Postulate schon bis in
das früheste Kindesalter .
Weil sich hier der Mensch auf seine
geschmackliche Entwicklung einstellt glaubt man sich diese dort noch
endlose weil unzerteilte Kraft zum Nutzen zu machen. Man will sie für
sich brechen und begrenzen. Ein Bountyriegel der nicht zum
Erstickungstod des Säuglings führt , steht in der Forschung ganz oben.
Jede Suppe muss heute schon dem Geruch nach nicht mehr nach Karotten
Sellerie oder Rind, Fisch Huhn schmecken.
Sie muss so aussehen als wär´s Fisch
Huhn oder Wild. Surimi Technologien werden immer raffinierter und
stellen Speisen her die 100% Imitation sind. Es wird visuell gegessen
und der Geschmack bleibt auf der Strecke dazu kann man jedes moderne
Kochbuch aus der Schule Witzigmanns hernehmen und man bekommt den Beweis
dafür. Man beachte die Anrichteweisen von Spitzenköchen wie sie in
Zeitschriften dargestellt wird. Spektakulär aber kaum angenehm. Ein
einfaches am Bratspieß angerichtetes Hähnchen schaffen sie nicht
mehr.... Ein Beuschel ist die Unmöglichkeit...
Das wirklich Nachdenkenswerte dabei ist,
dass sich die Leute völlig freiwillig dieser Macht hingeben, sie
scheinen zu genießen und kennen nur mehr die Grundbegriffe des
Schmeckens. Niemand drängt sie dazu, sie lesen es nur in der Zeitung ,
sehen es im Fernsehen hören es im Radio. Äffen nach was dumme
Schauspieler vorgaukeln, reden ihren Politikern nach dem Mund, finden
gut was Prominente essen und pfeifen auf ihre geistige Freiheit. Süß und
Sauer, Kalt und Warm. Wenige Reize sind es die entdeckenswert gehalten
werden. Immer eintöniger werden Obst und Gemüse. Zweihundert
Kartoffelsorten gibt es alleine durch Geschmacksunterschiede. Viele
Gemüsesorten und Kräuter kennt man nur mehr aus botanischen Gärten,
dafür speist man Erdbeeren und Spargel das Jahr über. Wem interessiert
das noch? Wir wollen eine schöne Welt wo alles in Paketen abgepackt fein
säuberlich sortiert auf uns wartet. Jederzeit und immer. Und jedes
Wirtshaus muss ein Haubentempel oder eine Fastfoodspelunke sein. Durch
diese Wirkung treten Gäste immer mehr als Geschmackstyrannen
auf und Wirte finden sich als Sklaven des Martes wieder. Wenn ihnen das
auch derzeit noch nicht so richtig bewusst ist. sind sie doch willige
Konsumenten der angesprochenen Einrichtungen.
Und von denen scheint sich niemand
so richtig dagegen wehren zu wollen? Sie wissen nicht dass die
Sinnlichkeit ein Teil der Freiheit und des Menschenrechts ist. solche
Dinge kann man sich aber auch nur wie ein Dieb aneignen. Seid
vorsichtig ! Einschleichdiebe ins Gemüt der Leute sind unterwegs....
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