Einige Gedanken über Gastronomie Medien





Fake News gibt es praktisch überall. Auch für, und im Wirtshaus.



Das amerikanische Schlagwort "Fake News" hat Donald Trump berühmt gemacht. Er ortet überall diese gefälschten geänderten Nachrichten wo es um seine Agenda ging. Doch er hatte nicht Unrecht. Die Medien machen aus der Welt nicht das was sie ist. Sie machen sie so, dass die Welt für jeden, der bezahlt, so dass sie besser nutzbar wird. Da muss man nicht Unwahrheiten erfinden. Eine zusammengezogene oder gestreckte Grafik über die Wirtschaftsentwicklung reicht um Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens darzustellen. Die richtigen Bilder dazu und es kann Freude oder Panik entstehen. In der Gastronomie gibt es abgedroschene Schlagworte: Hausgemacht, Handgemacht, aus Großmutters Rezeptheft, traditionell, regional usw. Garniert mit irren Gütesiegeln und Auszeichnungen. Angeberei wohin man schaut. Hier ein paar Beispiele.





Reklameartikel im Gastromagazin:

Die Feelgood Range von Delifrance hat was für den außer Haus Verzehr! Eine vegane "Nester Range". Teigtaschen aus der Tiefkühltruhe mit Gewinngarantie. Erfüllt laut Text die Ansprüche jeder gängigen frischen Küche, obwohl das Zeug bereits lange im Tiefkühlschlaf seiner Bestimmung harrt. Es wird behauptet dass es zeitgemäß ist. Reichhaltige Füllung von 54 Prozent des Gewichts. Am Ende ein Krampf mit vielen Zutaten, der ein völlig unnötiges Lebensmittel darstellt. Es sind klassische Fake News für den Gastwirt. Er wird damit keine frische Qualität ins Haus holen und nur uninformierte Personen die sich mit frischen Lebensmitteln nicht auskennen, ansprechen. Eine Speise die aussieht wie eine Topfenplunderteigtasche ist nur eine Verkaufsidee, aus einer Industriespeise eine Delikatesse zu machen.

Siehe Anbieter Webseite: Achtung Cookies akzeptieren.

https://www.delifrance.com/de/produkte/viennoiserie.html



Flüssigeier sind ein Renner



Ein Grund die Rühreier in Hotels zu meiden.



Man muss sich diesen schwülstigen anbiedernden Text der Anzeige verinnerlichen, das sich wirklich schlechte Nachrichten. Wenn man sich das Eier ausschlagen sparen will und trotzdem Luxus am Frühstücksbuffet zeigen will, so geht das nur mit diesen Produkten. Sie stehen Palettenweise in Großmarkt bereit.





Das sind Dinge die der Gast manchmal gar nicht wissen kann und die ihm der Gastronom auch niemals von selbst erzählen wird. Daher die Forderung vieler Verbraucherschützer die Zutaten für den Gast erkennbar zu machen. Jeder kann sich denken dass hier der Qualitätsbetrug enorm sein kann. Wo das Ei wohl herkommt?

https://eipro.de/# Die Seite des Herstellers. Cookies akzeptieren.



Sollten Restaurant Desserts
nicht frisch und hausgemacht sein?



Der Kaiserschmarren



Das Paradedessert Österreichs. Der Kaiserschmarren als Nahrungsmittelschund? Der Kaiser würde protestieren. Ein Zeichen der perversen Entwicklung im Tourismus. Was früher einmal ein herrliches Dessert war und in keinem Mehlspeisenkochbuch fehlen durfte ist heute ein "auf den Teller Schaufelessen" in Schipistenrestaurants, aber auch in Großküchen der Stadt. Der Hersteller macht keinen Hehl daraus, das Produkt kann Haubenverdächtig sein. Das wird erzählt. Inzwischen kennen Köche die in solchen Betrieben arbeiten müssen, die richtige Herstellung von Füllungen und Teigen oft nicht mehr.





Meisterfrost macht aber auch noch viele andere Leckerbissen für die Gastronomie. Das Kochen wird leicht gemacht und die Dessertkarte kann ellenlang sein. Großes Angebot ist beim Fresspöbel gefragt. Die Qualität steht am Prospekt. Die "hausgemachte Qualität" ist alles was bleibt. Der Hausgemachte Schmarren ist es leider nicht. Wie unten das Beispiel der Topfenknödel beweist.





Was ist in diesem Teig, wie schauts mit der Fülle aus? Ist es tatsächlich nur die beste Qualität die man verwendet, oder sind es Billigprodukte wo auf den Cent gespart wird? Ein Sodbrandverdacht kann geäußert werden.