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Der
Frühling wird in der Küche fast gar nicht mehr
bemerkt. Man kauft bereits Erdbeeren aus Marokko
und Israel, Trauben aus Chile und Australien.
Die Weltmarktküche ist so. Keinem interessieren
jetzt die Äpfel vom letzten Herbst. Bei
uns ist das anders. Wir brauchen die
Globalisierung nicht. Wir können sie nicht
bekämpfen. Wir machen das noch besser als
bekämpfen, wir ignorieren sie.
Inzwischen ist die Entwicklung
der Gastronomieküche soweit, dass die
Menügestaltung fast vollkommen in der Hand der
Industrie liegt. Als Gast merkt man das fast
nicht, aber alle gängigen bekannten Gerichte
gibt es bereits vorgefertigt und nur zum
auspacken für den modernen Starkoch.
Kerner und Lafer kochen überall.
die Molekularküche gibt es im Cash und
Carry Markt und in einem Deppenlokal nicht weit
von hier serviert man brennende Tortillas und
mampft Himbeerkaviar. ein chemisches Essen.

Der
Chemical
Ali der Gourmetwelt hat es geschafft. Die
Molekularküche trifft auf die letzten
Deppen der österreichischen Haubengastronomen.
Sogar im Würstlstand finden Feran Adriás
Produkte ihre Verwendung. Das ist eine
Revolution meint sogar der HErausgeber vom Gault
Millau in Frankreich. Schön für uns. Wir haben
wieder etwas zum lachen.
Gut dass es noch ein paar Leute
gibt die Bodenständigkeit lieben und sich um die
Lebensmittelsicherheit sorgen.
Im März gibt es bei uns Galloway
Rindfleisch... Immer anders und vom Kopf bis zum
Schwanz....


Guten Appetit! |